Das revidierte Raumplanungsgesetz bringt neue Planungsinstrumente und strengere Steuerungsziele, die Flächennutzung, Genehmigungsverfahren und Koordinationspflichtenverändern — das betrifft landwirtschaftliche Betriebe sowohl in Chancen als auch in Risiken.
Das revidierte Raumordnungsgesetz (ROG) zielt auf schnellere Flächennutzung für Wohnen, Energie und Infrastruktur ab und bringt neue Instrumente zur Ausweisung beschleunigter Gebiete; das kann für landwirtschaftliche Betriebe sowohl Chancen (z. B. Umnutzung, Beteiligung an Erneuerbaren) als auch Risiken (Flächenverlust, strengere Nutzungsauflagen, engere Planungsrahmen) bedeuten
Kernänderungen und was sie bedeuten
Neue Planungsinstrumente wie Generalpläne und Beschleunigungsgebieteführen zu einheitlicheren, aber auch verbindlicheren Vorgaben auf Gemeindeebene; das kann bestehende Planungsabläufe ersetzen und Standortprüfungen verschärfen.
Stärkere Steuerung zugunsten von Wohnen, Energie und Infrastrukturerhöht den Flächendruck auf landwirtschaftliche Nutzflächen und fördert Mehrfachnutzungen (z. B. Agri‑PV) als politisches Ziel.
Konkrete Folgen für landwirtschaftliche Betriebe
Höherer Flächendruck und Umnutzungsrisiko: Ausweisungen für Wohn- oder Energieprojekte können landwirtschaftliche Flächen tangieren oder in Konkurrenz zu landwirtschaftlicher Nutzung treten.
Veränderte Genehmigungsverfahren: In beschleunigten Gebieten gelten vereinfachte Verfahren für bestimmte Vorhaben; das kann zu schnellerer Umsetzung fremder Projekte und damit zu Unsicherheit für eigene Bauvorhaben führen.
Mehr Auflagen bei Bauvorhaben: Standortprüfungen, Abstandsregeln und Umweltauflagen können strenger werden, was Planungsaufwand, Gutachtenbedarf und Kosten erhöht.
Chancen durch Mehrfachnutzung: Politische Förderung von Kombinationsnutzungen (z. B. Agri‑PV, Biogasflächen) eröffnet neue Einnahmequellen, erfordert aber Abstimmung mit Planungsbehörden und Investitionen in Umsetzungsmodelle
Risiken und Unsicherheiten
Finanzielle Risikendurch mögliche Einschränkungen oder Wegfall geplanter Flächen und durch unsichere Förderbedingungen.
Planungs- und Genehmigungsverzögerungenbei fehlender Abstimmung mit neuen kommunalen Plänen; fehlende frühzeitige Einbindung kann zu Ablehnungen oder Nachforderungen führen.
Rechts- und Umsetzungsfragen: Die konkrete Auslegung und Vollzugspraxis der Novelle entscheidet viel — Verbände fordern deshalb klare Schutzgrundsätze für Landwirtschaftsflächen.
Praktische Empfehlungen für Betriebe
Frühzeitige Beteiligung an kommunaler Planung: Verfolge Flächennutzungspläne und Generalpläne aktiv, nimm an Anhörungen teil und dokumentiere Bewirtschaftungsansprüche.
Flächenstrategie entwickeln: Identifiziere Kernflächen, prüfe Optionen für Mehrfachnutzung und sichere langfristig wichtige Produktionsflächen vertraglich oder durch Pachtvereinbarungen.
Beratung einholen: Ziehe Planer, Agrarrechtsanwälte und Verbände hinzu, um Genehmigungsrisiken zu minimieren und Förderchancen zu nutzen.
Kooperationen prüfen: Partnerschaften für Agri‑PV, Energieprojekte oder regionale Bündnisse können neue Einnahmen bringen und Verhandlungsmacht gegenüber Planungsbehörden stärken
Der Agrarhaushalt soll von derzeit rund 387 Mrd. €auf 302 Mrd. €für die Periode 2028–2034 sinken. Das entspricht einem Rückgang von etwa 20 %, was besonders kleinere und mittelgroße Betriebe treffen könnte. Die EU will künftig verstärkt in Verteidigung, Krisenvorsorge und Wettbewerbsfähigkeitinvestieren – insbesondere im Hinblick auf geopolitische Spannungen mit Russland und China. Dafür sollen Mittel aus bestehenden Haushaltsbereichen, darunter auch der Agrarhaushalt, umgeschichtetwerden. Die Kommission möchte weniger fest verplante Mittel, um schneller auf globale Entwicklungen reagieren zu können. Statt vieler Einzelprogramme soll es einen großen Fondsgeben, aus dem verschiedene Politikbereiche – etwa Landwirtschaft, Regionalförderung und Migration – finanziert werden
Die bisherige Zwei-Säulen-Struktur der GAP wird aufgelöst. Ziel ist eine vereinfachte und zielgerichtete Agrarpolitik, die stärker auf nationale Bedürfnisse eingeht. Kritiker befürchten jedoch eine Renationalisierung, die zu Wettbewerbsverzerrungen führen könnte.
Druck auf kleinere und spezialisierte Betriebe. Besonders betroffen: Gemüse-, Obst- und Milchbetriebe, die stark von Direktzahlungen abhängen.
Sinkende Margen und hohe Mindestlöhne könnten den Betrieb unwirtschaftlich machen. Folge: Zunahme von Betriebsaufgaben oder Umstrukturierungen.
Klimaschutz bleibt wichtig – aber unklar
Zwar sollen 35 % des EU-Haushaltsfür Klima-, Umwelt- und Naturschutz reserviert sein, doch zentrale Programme wie das LIFE-Programm werden gekürzt oder gestrichen. Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft warnt vor einem „Flickenteppich nationaler Einzelregelungen“ und fordert verbindliche ökologische Standards.
Neues Finanzierungsmodell
Die bisherige Zwei-Säulen-Strukturder GAP (Direktzahlungen & ländliche Entwicklung) wird aufgelöst.
Stattdessen entsteht ein einheitlicher Fondsfür Landwirtschaft, Regionalpolitik, Migration und Sicherheit – der sogenannte Nationale und Regionale Partnerschaftsplan (NRP). Fördermittel sollen künftig bilateral zwischen EU-Kommission und Mitgliedstaatenverhandelt werden.
Direktzahlungen werden gekürzt
Ab 20.000 € Direktzahlung pro Betriebgreifen Kürzungsstufen:
25 % Kürzung: 20.000–50.000 €
50 % Kürzung: 50.000–75.000 €
75 % Kürzung: 75.000–100.000 €
Kappung bei 100.000 €
Kritik & Sorgen
Umwelt- und Klimastandardsdrohen verwässert zu werden, da zentrale Programme wie das LIFE-Programm gestrichen oder umgewidmet werden3.
Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft warnt vor einem „Flickenteppich nationaler Einzelregelungen“und fordert verbindliche ökologische Kriterien. Auch Politiker:innen aus Deutschland und Österreich kritisieren die Pläne als „Schlag ins Gesicht“für die Landwirtschaft
Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) ist ein Konzept, bei dem sich Verbraucher und Landwirte zusammenschließen, um gemeinsam eine nachhaltige und gerechte Lebensmittelproduktion zu ermöglichen. Die Idee dahinter ist, dass eine Gruppe von Menschen einen landwirtschaftlichen Betrieb finanziell unterstützt, indem sie regelmäßige Beiträge zahlt. Im Gegenzug erhalten sie eine geregelte Lieferung von frischen, saisonalen Produkten direkt vom Hof.
Hier sind einige zentrale Merkmale der Solidarischen Landwirtschaft:
Gemeinschaftliche Finanzierung: Anstatt Produkte einzeln zu kaufen, finanzieren die Mitglieder gemeinsam die Produktion.
Geteiltes Risiko: Ernteerfolge und -ausfälle werden gemeinsam getragen, sodass Landwirte nicht allein wirtschaftliche Risiken tragen müssen.
Direkte Versorgung: Mitglieder bekommen regionale und nachhaltige Lebensmittel ohne Zwischenhändler.
Förderung der Biodiversität: Oft setzen SoLaWi-Betriebe auf ökologische Landwirtschaft und nachhaltige Anbaumethoden.
Stärkung lokaler Strukturen: Die Solidarische Landwirtschaft fördert die lokale Wirtschaft und den direkten Austausch zwischen Erzeugern und Verbrauchern.
Dieses Modell bietet zahlreiche Vorteile, sowohl für die Landwirte als auch für die Konsumenten, indem es eine fairere und umweltfreundlichere Landwirtschaft unterstützt. Hast du Interesse daran, mehr über konkrete SoLaWi-Betriebe in deiner Region zu erfahren?
Es gibt viele erfolgreiche Solidarische Landwirtschafts-Betriebe (SoLaWi), die zeigen, wie nachhaltig und gemeinschaftlich Landwirtschaft funktionieren kann. Hier sind einige Beispiele:
Buschberghof: Der erste SoLaWi-Betrieb in Deutschland, gegründet 1988. Er hat sich über die Jahre stark weiterentwickelt und bietet heute neben der Landwirtschaft auch Bildungs- und Sozialarbeit an.
Kattendorfer Hof: Seit den 1980er Jahren als SoLaWi aktiv. Dieser Hof versorgt seine Mitglieder mit frischen Produkten und setzt auf nachhaltige Landwirtschaft.
Gärtnerei Apfeltraum: Ein Betrieb in Brandenburg, der seit 2017 nach dem SoLaWi-Prinzip arbeitet. Er wurde als Fallstudie für eine wissenschaftliche Untersuchung zur Resilienz von SoLaWi-Betrieben genutzt.
Diese Betriebe zeigen, dass Solidarische Landwirtschaft nicht nur wirtschaftlich tragfähig ist, sondern auch soziale und ökologische Vorteile bietet.
Es gibt viele erfolgreiche Solidarische Landwirtschafts-Betriebe (SoLaWi), die zeigen, wie nachhaltig und gemeinschaftlich Landwirtschaft funktionieren kann. Hier sind einige Beispiele:
Buschberghof: Der erste SoLaWi-Betrieb in Deutschland, gegründet 1988. Er hat sich über die Jahre stark weiterentwickelt und bietet heute neben der Landwirtschaft auch Bildungs- und Sozialarbeit an.
Kattendorfer Hof: Seit den 1980er Jahren als SoLaWi aktiv. Dieser Hof versorgt seine Mitglieder mit frischen Produkten und setzt auf nachhaltige Landwirtschaft.
Gärtnerei Apfeltraum: Ein Betrieb in Brandenburg, der seit 2017 nach dem SoLaWi-Prinzip arbeitet. Er wurde als Fallstudie für eine wissenschaftliche Untersuchung zur Resilienz von SoLaWi-Betrieben genutzt.
Diese Betriebe zeigen, dass Solidarische Landwirtschaft nicht nur wirtschaftlich tragfähig ist, sondern auch soziale und ökologische Vorteile bietet.
Die Digitalisierung in der Landwirtschaft bietet viele Chancen und Herausforderungen für die Erzeuger, Verbraucher und die Umwelt. Durch den Einsatz von Sensoren, Drohnen, Robotern, künstlicher Intelligenz und anderen digitalen Technologien können Landwirte ihre Produktivität steigern, Ressourcen effizienter nutzen, die Qualität ihrer Produkte verbessern und die Rückverfolgbarkeit der Lieferkette gewährleisten.
Gleichzeitig müssen sie sich mit Fragen der Datensicherheit, des Datenschutzes, der Ethik und der sozialen Akzeptanz auseinandersetzen.
Die Digitalisierung in der Landwirtschaft erfordert daher eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren, von den Forschungseinrichtungen über die Politik bis hin zu den Verbraucherorganisationen, um die Potenziale zu nutzen und die Risiken zu minimieren.

Stahl und Eisen auf Feldern und Betrieben war früher. Heute geht Landwirtschaft nahezu nicht mehr ohne die Digitalisierung - diese schreitet weiter voran und damit Produkte und Lösungen, die es dem Landwirt ermöglichen, Produktionsprozesse zu optimieren, Erträge zu steigern, Ressourcen zu schonen und lust but not least durch Arbeitszeiteinsparung die eigene Lebensqualität zu erhöhen.

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