
Am Hochrhein im äußersten Süden Baden-Württembergs liegt Lottstetten. Zum Rheinfall im schweizerischen Neuhausen sind es etwa 9KM.
Die Lage der Gemeinde Lottestetten, mit Ihren 2300 Einwohnern, ist sehr speziell. Zusammen mit der Gemeinde Jestetten und Dettighofen bildet diese den Jestetter Zipfel. Der Jestetter Zipfel wird auf einer Länge von 55 km von der Grenze zur Schweiz umschlossen und kann vom offiziellen Fahrzeugverkehr nur über eine Landesstraße von Deutschland direkt erreicht werden. Eine weitere direkte Straßenverbindung führt über das Schweizer Hoheitsgebiet durch das Wangental.
Wichtigste Verkehrsader bildet jedoch die B27. Zum Gemeindegebiet Lottstetten gehören die Dörfer Balm, Nack, und der Weiler Dietenberg, das Gehöft Hardtweghöfe und die Häuser Lottstetten-Landstraße, Zollamt und Nacker Mühle
Lottstetten gehört zum Regierungsbezirk Freiburg und zum Landkreis Waldshut und liegt auf einer Höhe von 433m ü.NHN. Die Gemeinde umfasst eine Fläche von 13,4 km2
Jestetten hat die gleiche besondere Lage wie Lottstetten. Im Norden grenzt die Gemeinde an die Schweizer Gemeinden Wilchingen, Guntmandingen, Wilchingen und Neuhausen am Rheinfall. In östlicher Richtung an Laufen-Uhwiesen, Dachsen und Rheinau im Kanton Zürich.
Zur 1973 eingemeindeten Gemeinde Altenburg in den Grenzen von 1972 gehören das Dorf Altenburg und die Häuser Altenburg-Hardt, ehem. Bahnstation Altenburg-Rheinau und Zollhaus Rheinbrücke. Zur ehemaligen Gemeinde Jestetten gehören das Dorf Jestetten, die Höfe Flachshof und Sonnenhof und die Häuser Talmühle, Wangental und Zollamt.
In der Gemeinde Altenburg im Gebietsstand von 1972 liegen die Wüstungen Waldkirchen, das nicht sicher nachgewiesen ist, und Schwaben. Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Jestetten liegen die Wüstungen Guggenburg, Hofstetten, Gunzenried und Lochehof sowie der Burgstall Tüsental
Jestetten gehört zum Regierungsbezirk Freiburg und dem Landkreis Waldshut. Rund 5200 Einwohner leben auf einer Fläche von 20,62 km2 und liegt auf einer Höhe von 436 m ü. NHN.
Dettighofen im Landkreis Waldshut liegt im ehemaligen Zollausschlussgebiet Jestetter Zipfel. In der erste Hälfte des 20.Jahrunderts erlange Dettighofen eine überregionale Bekanntheit als „das lesende und hörende Dorf“. Zu verdanken war dies dem Engagement seiner Einwohner für ihre von der in die USA ausgewanderten Familie Wittmer gestiftete Bibliothek. Fortschrittliche wissenschaftliche Literatur und Vorträge – auch zu landwirtschaftlichen Themen – führten zu einem starken Gemeinschaftssinn der Bewohner, zu spontaner Bildung und durch neue Bewirtschaftungsmethoden auch zu ökonomischen Vorteilen. Aus diesem Grund erhielt man hohen Besuch im Jahr 1910 in Person von Print Max von Baden. Die rund 1100 Einwohner von Dettighofen leben im Schwarzbachtal, eingebettet zwischen dem Klettgau und dem fünf Kilometer entfernten Hochrhein, in einem "Nadelöhr" zwischen den Schweizer Kantonen Schaffhausen und Zürich.
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Oliver Irmer
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